Hallo ihr Lieben! Schön, dass ihr vorbeischaut. Ich bin in der 24. Woche meiner 3. Schwangerschaft und wollte heute einmal ein bisschen darüber reden, wie es mir da so geht, was ich erlebt habe etc. Einige wissen es wahrscheinlich schon über Instagram, für andere kommt das jetzt etwas überraschend. Für letztere also eine Entschuldigung, dass ich hier so mit der Tür ins Haus falle. Aber da bin ich schon beim ersten Punkt – die dritte Schwangerschaft ist halt nichts mega besonderes mehr und läuft so nebenbei ab. Was auch nicht ganz stimmt, aber dazu komme ich gleich.
Vorab – ich weiß, jede Schwangerschaft ist anders. Allerdings ist diese hier wirklich anders! Meine ersten beiden haben sich sehr geähnelt. Mir ging es richtig gut und jede Beschwerde war eher schön, weil es doch so typisch für Schwangere ist. Dieses Mal, habe ich die ersten drei Monate genau diese typischen Symptome gehabt, aber heftig, was nicht mehr so schön war. Da sage nochmal einer, Schwangerschaft wäre keine Krankheit. Niedriger Blutdruck, Schwindel, Übelkeit, schlechte Haut, sehr starke Müdigkeit und so geht es weiter. Es hat mich sehr in meinem Alltag belastet und ich war gerade so fähig, das Familienleben aufrecht zu halten.
Dann ging es mir besser, vielleicht auch, weil durch den Tod meines Schwiegervaters die Gedanken und der Fokus schlicht ein anderer war. Dann kamen Schmerzen hinzu. Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, die mich am Endes des Tages fast bewegungsunfähig machten. Wir gingen zum Arzt. Das Kind liegt zu weit unten und verursacht dadurch derlei Beschwerden. Wenn ich nicht aufpasse, könnte es sogar gefährdet sein und im schlimmsten Fall eine Fehlgeburt verursachen. Das saß. Ich musste daraufhin mein ganzes Leben etwas umorganisieren, um mir die Ruhe und die Pausen leisten zu können, dich mein Körper brauchte. Dem Baby geht es übrigens bestens.

So viel also zu der Schwangerschaft. Es gibt gute, es gibt schlechte Tage. Ich habe sogar Schmerztabletten griffbereit liegen, falls es nicht mehr geht. Anfangs habe ich mich dagegen gewehrt. Aber es hilft nichts. Es liegt nicht nur an mir, sondern auch wie das Baby sich bewegt, wie es liegt. Derzeit liegt es übrigens quer. Kopf rechts, Beine links. Verrücktes Ding.
Ich habe meinen Deutschunterricht zurückgeschraubt. Ich lege mich hin, wann ich kann. Schreibe im liegen. Versuche nicht zu viele Sachen am Tag zu machen. Vor allem keine Kinder und andere schwere Sachen zu heben. Am Wochenende fahren wir aufs Dorf. Da kann ich noch mehr entspannen. Die Schwiegermutter kocht. Die Kinder sind draußen genug beschäftigt. Ich bin unwichtig – das beste, was einem in dieser Situation passieren kann, weil man sich auf sich konzentrieren darf.
Wie läuft sonst das Familienleben? Normal weiter. Mein Mann hat durch unser „neues Leben“ ohne seinen Vater genug um die Ohren. Also kümmere ich mich um mich. Die Kinder sind sich bewusst, dass wir ein Baby bekommen werden. Aber was es wirklich bedeutet, auch für sie, realisieren sie wohl erst, wenn der Kleine da ist. Ach ja, sagte ich das schon? Ein Junge. Der dritte Junge. Mein Leben ist dazu bestimmt, von Männern beschützt zu werden. Wie niedlich, oder?
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