Hallo! Bevor das alte Jahr zu Ende geht, wollte ich mich dann doch noch mal melden. Mein Vorsatz lautet immer gleich – mehr Beiträge posten und ich spüre meine Blogs auch stets im Nacken und fühle mich mies, kann es aber nicht ändern, dass ich momentan in der Phase meines Lebens bin, in der ich mal kaum bis gar keine Zeit für Privates habe.
Ich hoffe sehr, dass alle ein schönes Weihnachtsfest hatten. Wir in jedem Fall. In diesem Jahr gab es keine Lebensmittelvergiftung so wie vergangenen Heilig Abend. Alles war sehr schön und stimmig und friedlich. Und ich denke, meine Schwiegereltern haben vor allem ihren diesjährigen Ernteerfolg gefeiert. Wir wurden nämlich des „Wohnraumes“ beraubt, weil dort momentan Chili gelagert wird. Das sieht dann so aus:

Am 25. ging es bei mir dann sofort weiter Weihnachtsdeko abzumachen und Geburtstagsdeko dran, weil mein Sohn Tanok am 26. sein zweites Lebensjahr gefeiert hat. Auch diese kleine Feier mit zirka 25 Leuten war ein voller Erfolg. Mein erstes Fest, selbst organisiert, hier in Mexiko. Ich konnte mich einmal mehr von der Freundlichkeit und Geduld der Mexikaner überzeugen. Auch super, wenn feiern, die um 13 Uhr anfangen sollten, eigentlich erst um 15 Uhr beginnen, bis dann mal langsam alle eintrödeln. Ich finde es prima, weil ich ein bis-auf-die-letzte-Minute-Mensch bin und so kann ich „vom Gas gehen und entspannt ausrollen“ und die letzten Dinge erledigen, bis dann die Feier wirklich anfängt.
Ansonsten habe ich auf der Arbeit das Semester erfolgreich beendet. Keiner meiner Studenten musste die Klausuren wiederholen oder ist sogar ganz durchgefallen. Somit hoffe ich, dass wenigstens zwei drittel meiner Studenten nächstes Semester wieder dabei sind. Dieses fängt Ende Januar an. Anfang Januar biete ich noch einen Intensivkurs an, drei Wochen, 60 Stunden Deutsch. Mal sehen, wie viele sich dafür melden.


Am 22. Dezember war ich auf meiner ersten Weihnachtsfeier von der Arbeit aus – nun gut, in Mexiko. In Deutschland hab ich das auch schon erlebt. „posada“ heißt das hier und ist oft ganz groß. Wir hatten ein Gala-Dinner in einem Hotelsaal mit Live-Band. Zu fast jeder posada gehört auch eine Verlosung, meist elektrischer Geräte. Ich wollte unbedingt die Mikrowelle gewinnen, aber das war mir nicht vergönnt. Ich ging ohne Gewinn heim. Trostpreis oder Weihnachtsgeschenk, das wohl jeder bekommen hat, war dann eine Kühltasche und ein Schal mit Logo der Universität. Mein Schwager hat allerdings bei seiner posada einen Computer abgesahnt. Nur, dass ihr euch die Dimensionen mal so vorstellen könnt.
Ansonsten lebe ich hier Familienleben mit Jubel, Trubel, Heiterkeit. Nächstes Wochenende werde ich das erste Mal bei einer mexikanischen Hochzeit dabei sein. Die ist im Staat Coahuila. Das bedeutet, eine Autoreise von 7 bis 8 Stunden. Da habe ich bestimmt einiges zu erzählen! Ich hoffe sehr, dass ich all diese Dinge mit euch teilen kann. Das wäre mein Wunsch fürs neue Jahr, mehr Zeit für meinen Blog.
Ich wünsche euch nun allerdings erstmal alles Gute für das neue Jahr. Ich hoffe für meinen Teil, es wird weniger ereignisreich, aber nicht weniger spannend. Dieses Jahr beschließe ich mit der Geburt eines Kindes, Hauskauf und Umzug, Führerschein und Autokauf (für mich), ein erster Job in Mexiko und auch gleichzeitig ein neues Berufsfeld, von der gelernten Juristin und Journalistin zur Lehrerin UND die Kinder wurden in die Kita geschickt (und der ältere hat sogar noch gelernt aufs Töpfchen zu gehen, aber das lasse ich wohl besser für den Mama in México Blog). Außerdem war meine Mutter und einige andere Menschen zu Besuch – alles in allem, viel erlebt, viel getan, viel passiert.
Auf ein ebenso wunderbares Jahr 2017!
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