Respekt gegenüber den Alleinsorgenden

Ich bin seit gestern alleinerziehend. Das bin ich normalerweise eventuell auch, aber eher alleinerziehend mit Mann. Die meisten Mütter verstehen was ich meine. Irgendwie bleibt es am Ende doch an der Frau hängen Haushalt und Kinder zu managen.

Nun ist mein Partner allerdings auf Reisen – Konferenz. Das kommt öfter im Jahr vor. Ich bin also seit gestern mal wieder alleinsorgend. Und das ist unglaublich anstrengend. Jedes Mal, wenn ich 24 Stunden am Tag alleine bin, bekomme ich Respekt vor alleinerziehenden, alleinstehenden Personen mit Kindern. Sie müssen eine unglaubliche Kraft haben. Ich würde schlichtweg verzweifeln.

Damit dies nicht geschieht, habe ich eine Haushaltshilfe, die sich gerne, wenn sie hier ist, auch um Tanok kümmert. Seit meiner ersten Schwangerschaft, als meine Bewegungsfreiheit sich einschränkte, habe ich diese Haushaltshilfe. Ich kann dies nur jedem wärmstens ans Herz legen, der es sich leisten kann. Und wenn es nur zwei Mal im Monat ist. Dann kommt mal ordentlich eine Grundreinigung rein, auch in den Ecken, wo man mit dem dicken Bauch nun wirklich nicht mehr putzen sollte. Oder unterm Bett.

Bei mir ist sie nun geblieben und im Haus eine noch größere Hilfe. In Mexiko ist es furchtbar staubig, da muss feucht gewischt werden. Mindestens einmal die Woche. Am besten zweimal die Woche und dazu habe ich keine Lust.

Zurück zum Thema. Außerdem kommt heute meine Babysitterin. Die habe ich mal in einem Kaufhaus aufgegabelt. Weil sie so spontan und gut mit Tanok umgegangen ist, habe ich sie mal ganz spontan gefragt, ob sie nicht (ganz spontan) mal Babysitterin (niñera)  für meine Kinder sein möchte (damals war ich schwanger mit Nr.2). Sie hat ja gesagt, Nummern getauscht und nun kommt sie her. Schon einmal war sie bei uns in der alten Wohnung… jetzt soll sie auch ins Haus kommen. Ich hoffe, sie findet den Weg.

Das sind wohl die größten Hilfen, die man sich so vorstellen kann. So kann ich genug Kraft schöpfen für den Abend, wenn ich wieder alleine bin und beide baden muss… DAS ist organisatorischer Geduldsaufwand vom Feinsten!

Also, Respekt an all die alleinstehenden, sorgenden, erziehenden Mamas und Papas da draußen! Ihr seid super! Und leistet eine Wahnsinnsarbeit!


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