Ich wollte noch vor der Geburt meines zweiten Kindes über einige Themen etwas posten. Aber das hat das Leben verschluckt. Trotzdem kann ich ja noch einiges nachholen, wenn es nicht stört. Einfach, um auch dazu meinen Senf gegeben zu haben. Die Krankenhaustasche. Da werde ich hier nun gar nicht groß etwas auflisten, denn es gibt dafür jede Menge Tipps im Internet, damit die Schwangere auch nichts vergisst.
Ich fand die Checkliste bei babycenter ganz hilfreich (http://assets.babycenter.com/ims/pdf/de/checkliste_kliniktasche_DE.pdf)
So kann man auch selber nochmal überprüfen, ob man wirklich an alles gedacht hat.
Wie war das nun bei mir?
Bei der ersten Geburt durfte ich NICHTS mit ins Krankenhaus mitnehmen. Ich musste mich komplett meiner Kleidung entledigen und war dann die nächsten 24 Stunden im Krankenhauskittel. Mein Mann durfte mir drei persönliche Gegenstände mitgeben (Handy war verboten). Er gab mir Zahnbürste, Zahnpasta und Feuchtigkeitstücher. Am nächsten Tag um 11 Uhr ließen sie meinen Mann dann mit der Tasche rein – aber eben erst, als er mich abgeholt hat. Und dann war es natürlich auch gut, dass wir die Tasche gepackt hatten. Kleidung für mich, fürs Baby. Und saugfähige Binden… ich kann es nur betonen. Die hatte ich nämlich vergessen und die haben wir direkt noch im Krankenhaus gekauft. Weil ich an so etwas zuvor gar nicht gedacht hatte.
Beim zweiten Kind war ich klüger und hatte alles dabei. Auch hier durfte ich keine persönlichen Dinge mitnehmen. Musste mich wieder meiner kompletten Kleidung entledigen. Aber! Direkt nach der Geburt durfte mir mein Mann Sachen bringen und Wasser!! Denn das ist nicht selbstverständlich hier. Nach der Geburt sollte sowieso sehr viel getrunken werden. Der Körper hat viel Blut verloren. Man hat geschwitzt und gejammert. Da ist die Kehle trocken. Und zusätzlich fängt die Brust an Milch zu produzieren… also trinken, trinken, trinken.
Ich habe dann beim zweiten Mal auch mein Handy reingeschmuggelt – oder schmuggeln lassen, daher gibt es ein paar Fotos recht bald nach der Geburt und nicht wie beim Nummer 1 erst am nächsten Tag. Die große Tasche mit der Kleidung kam dann aber auch erst bei Entlassung mit rein. Dafür hatte ich immerhin schon Pantoffeln da, um über den Gang zur Toilette zu schlurfen.
Fazit – Informiert euch, in eurem Land, was erlaubt oder sogar benötigt ist. Fragt genau, wann es etwas zu essen gibt nach der Geburt. Ich hatte jede Menge Hunger und habe das Abendbrot verschlungen. Hätte locker noch eine zweite Portion haben können. So musste ich etwas hungern bis zum Frühstück. In der Nacht, um 1 Uhr fragte ich die Krankenschwester, ob es nicht doch noch etwas gibt. Irgendwo. „Ach, hätten Sie was gesagt. Um 11 Uhr gibt es Milch und süßes Brot.“ Arrrgh. Also, lernt aus meinen Fehlern. fragt nach! In vielen Ländern ist Service klein geschrieben und man muss alles erfragen.
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