Auch nach einer Woche auf deutschem Boden fühle ich mich nicht seltsam. Es war alles erschreckend normal wieder in der alten Heimat zu sein. Beziehungsweise ist es dasselbe Gefühl, wie wenn ich früher die Eltern besucht habe. Lebe so ein bisschen aus der Tasche oder vom Stuhl und schlafe auf dem Ersatzbett – also alles wie immer. Nur als ich aus dem Flugzeug gestiegen bin und der Passkontrolleur mich auf Deutsch begrüßte, habe ich das gar nicht richtig verstanden und auf Englisch geantwortet und dann ist es mir innerhalb von wenigen Sekunden aufgefallen. „Ach, ich kann ja deutsch sprechen!“, rief ich aus. Und er: „Jaaa,… Herzlich Willkommen in Deutschland.“ Das war amüsant. Koffer ist auch ohne Probleme aufgetaucht und so war alles gut.
Ich genieße gerade die Vorzüge des Sommerschlussverkaufs. Was nicht so toll ist, ist die Angst, dass meine Sachen nicht alle in meinen Koffer passen werden. Aber bisher ging es ja auch. Und nachdem ich alle Mitbringsel und Chili-Schoten ausgepackt hatte, blieb kaum noch was an Anziehsachen über. Viel habe ich nämlich nicht mitgebracht. Mama wäscht ja andauernd. Also wird das schon. Ich packe morgen mal Probe. Vielleicht sind ja noch Lücken und ich darf nochmal los, meine Lieblingsgeschäfte abklappern.
Meinen Rückflug habe ich bereits gebucht. Diesmal geht es direkt und ohne Stop nach Mexiko-Stadt zurück. Hat sich preislich nichts genommen – es ist Ferienzeit. Ab September wird es dann wieder günstig. Außerdem habe ich mir einen Flug von Mexiko-Stadt nach Zacatecas geleistet. Acht Stunden Busfahrt wollte ich jetzt nicht nochmal haben. Auf der Fahrt nach Mexiko-Stadt ist mir das nämlich vor einer Woche nicht so gut bekommen. Wie schön, dass sie einem schon beim Einsteigen Tüten in die Hand drücken (wo allerdings ein Lunch drin ist) – mehr muss ich dazu wohl nicht sagen.
Also, hier in Deutschland ist alles beim Alten.
Entdecke mehr von NORA SCHMACKERT
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Schön, dass Du Dich auf meinem Blog bemerkbar gemacht hast. Wenn ich so lese, was Du schreibst, fühle ich mich in Vielem an mich selbst und meine Erfahrungen erinnernt.
Ich wünsche Dir alles Glück der Welt und, dass Du in Mexiko eine neue Heimat finden und Deine Familie nicht zu sehr vermissen wirst! Dem gegenüber ist Brandenburg-Apulien ja ein Katzensprung.
LikeLike
Liebe Corinna, danke für deine lieben Worte! Ich hoffe ebenfalls, dass es nicht so schlimm wird, dass ich meine Familie und Freunde vermisse. Dass das Leben, was ich mir aufbaue, für vieles entschädigt. Auch Dir wünsche ich weiterhin alles Gute. Dein Blog gibt viel Mut und Vertrauen, dass alles gut wird.
LikeLike