Wir sind in der Zeitung

Dieser Blog wird immer mal wieder gefunden und aufgesucht, von Menschen, die gerne eine Geschichte über Auswanderer schreiben wollen. In meinem Fall war es dieses Mal so, dass gezielt jemand gesucht wurde, der von Magdeburg aus, den Neuanfang gewagt hatte. Ich bin nicht ursprünglich aus Magdeburg, aber das machte in dem Moment nichts.

Im Juni bekam ich also die Anfrage von der Magdeburger Volksstimme und einer Volontärin, ob sie mich interviewen könne. Das ist nicht das erste Mal, aber das erste Mal, dass es bis zur Veröffentlichung durchgezogen wurde. Im August erschien dann der Zeitungsartikel auf der Base meines Interviews.

Bei solchen Gesprächen wird mir immer wieder bewusst, dass es eben doch nicht selbstverständlich ist, seine Sachen zu packen und ins ferne Ausland zu gehen, um dort für lange Zeit oder für immer zu leben. So viele Menschen sind davon über Jahre noch betroffen. Mit dem Auswanderer selbst macht das auch etwas. Sein ganzes Leben wird es ihn begleiten. Ich werde immer die Ausländerin hier in Mexiko sein. Immer. Das werde ich nie ablegen können. Und so darf man gerne auch an all die Ausländer in Deutschland denken. Die etwas und jemanden und ihre Kultur hinter sich gelassen haben, um woanders zu leben. Aus welchem Grund auch immer.

Es ist wichtig diese Perspektiven zu teilen. Es ist wichtig, diese Geschichten zu teilen. Daher bin ich dankbar, dass wir die Möglichkeiten bekommen haben, in der Magdeburger Volksstimme zu Wort zu kommen.

Die Resonanz war groß. Viele hatten es gelesen, ohne dass ich einen Hinweis wauf den Artikel gegeben hatte. Der kleine Witz im Hintergrund ist ja: Ich war selber mal Redaktionsvolontärin bei der Magdeburg Volksstimme. Meine ehemaligen Kollegen sollten mich wiedererkannt haben.

Auswandern für die Liebe – zum Artikel


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