Wo soll ich wieder anfangen?

Ja, wo soll ich nur anfangen? Ich habe einige „Entwürfe“ für Blogartikel hier herumfliegen, aber ich habe sie jetzt nicht noch einmal gelesen. Wo soll ich nur anfangen, wenn ich diesen Blog wieder aufleben lassen möchte? Aufholen ist fast unmöglich. Das wäre auch seltsam. Wie wäre das…? „Weisst du, vor drei Jahren, da waren wir auf dieser Feier,… und das war urkomisch, weil…“ Klingt irgendwie komisch. Aber eben nicht im witzigen Sinne. Sondern eben seltsam.

Wo soll ich nur anfangen? Vielleicht hole ich dich mal rein, wie man so schön sagt. In mein Leben, das von mir und meiner Familie hier in Zacatecas.

Uns geht es gut. Soweit vorweg. Das Schuljahr ist in 10 Tagen vorbei. Dann sind lange Sommerferien. Die Präsidentin Mexikos, Claudia Sheinbaum, hat in ihrer Rede am 15. Mai, zum Tag des Lehrers, offiziell und auf nationaler Ebene die Sommerferien eine Woche verlängert. Die Kinder kehren somit in diesem Jahr am 1. September in die Klassenzimmer zurück. Ich habe mich gleich nach Sommerkursen umgeschaut, denn sechs Wochen rumzukriegen und die Bildschirmnutzung dabei auf ein Minimum zu beschränken ist nicht so einfach für mich.

Unser Jüngster kommt nach den Ferien nun auch in die Grundschule. Dieselbe, die seine Brüder besuchen. Das ist aufregend. Und etwas besonderes. Dann haben wir drei Grundschulkinder – daher, dass in Mexiko die Grundschule sechs Jahre dauert. Dazu habe ich mich ein wenig in der neusten Podcastfolge ausgelassen. Sie ist in der Tat etwas lang geworden. Ich hatte Redebedürfnis. Wenn du trotzdem Lust hast, dir das einmal anzuhören, dann lasse ich dir den Link hier:

Der Kleine kommt in die Schule, dass heißt Abschiednehmen vom Kindergarten. Und alles was damit einhergeht. Am kommenden Montag ist „Cambio de Escolta“. Das Bedeutet, dass die aktuelle Schulgarde ihre Pflichten an die Zweiten Vorschulklässler weiter gibt. Mein Sohn ist in der escolta – daher dürfen wir Eltern am Montag dabei sein. Was macht die Schulgarde? Sie schirmt und begleitet den montäglichen Fahnenappell, wenn die ganze Kita der Flagge ihre Ehre erweist. Mit Fahnenhissen und Hymne. Vom Kindergarten an wird das geübt. Daher können unsere Kinder die Hymne und ich immer noch nicht. Aber dieses Thema zu einem anderen Zeitpunkt.

Am 10 . Juli ist dann die Abschlussveranstaltung und das auch in der Grundschule. Da werden die Auszeichnungen verteilt. Die besten drei Schüler einer jeden Klasse erhalten eine Auszeichnung für besondere Leistung. Meistens geht das mit einer Zeremonie einher und auch ein paar Festakten – mein Ältester tanzt Folklore an diesem Tag. Die beiden Veranstaltungen überschneiden sich und so müssen wir uns als Familie aufteilen – die einen zur Kindergartenverabschiedung und die anderen in die Grundschule. Hoffentlich hält sich wenigstens das Wetter an dem Tag.

Es regnet seit ein paar Tagen. Es ist kühler. Das nervt ein bisschen, aber nur, weil ich es nicht gewohnt bin. Es nervt für kurze Momente. Aber im Allgemeinen und Großen und Ganzen, da ist dieser Regen eine wunderbare Sache! Es hat letztes Jahr quasi gar nicht geregnet und davor das Jahr noch weniger. Daher ist es wundervoll, dass wir dieses Jahr ein fast normales Jahr haben. Es hat vor dem 1. Juni – dem offiziellen Beginn der Regenzeit – angefangen mit Wolken und ein bisschen Regen. Und jetzt tut das Wetter sein Bestes, uns weiterhin bei Laune zu halten. Die ersten Felder werden bestellt und alle sind bisher zufrieden. Wir hoffen, dass es so weiter geht. Dass die Bauernregeln dieses Jahr anwendbar sind.

Bis hier hin also. Das sind derzeit die wichtigsten Dinge, die mich umtreiben. Am Freitag war das letzte Basketballspiel für die beiden großen. Ein Hobby, dem sie seit Februar nachgehen. Training läuft weiter, aber keine Spiele mehr, bis zum neuen Schuljahr. Ansonsten gebe ich keine Deutschklassen mehr, schon seit fast zwei Jahren nicht. Es hat sich ganz natürlich entwickelt und ich habe es auch nicht weiter erzwungen. Es dürfen neue Dinge entstehen und das fühlt sich gut so an.

So weit habe ich einen Anfang gemacht, hier auf diesem Blog. Ich danke dir, dass du bis hierhin gelesen hast und wir lesen uns beim nächsten Mal!


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