Feldwirtschaft bestimmt unser Leben

Derzeit dreht sich bei uns in der Familie alles um die Feldwirtschaft. Regen, Sonne, Bewässern, Säen, Kultivieren, Ernten – sind tägliche Themen. In den letzten Tagen hat es gut geregnet. Der Brunnen muss derzeit nicht bemüht werden. Somit bleibt mein Mann nicht über Nacht fort. Das ist mein direktes Interesse an der ganzen Angelegenheit, denn dank Corona sind wir weiterhin zuhause und bleibt er weg, bin ich allein.

Dieses Jahr waren die Kinder nur einmal mit, um auf den Feldern zu spielen und von ihrem Vater zu lernen. Das ist etwas traurig, aber nicht zu ändern. Es ist trotz allem sehr positiv gerade, dass mein Mann sich etwas mehr der Landwirtschaft und seinem Arbeiter widmen kann. Da die Uni geschlossen ist, arbeitet er von zuhause. Derzeit sind eh Ferien. Die meiste Zeit ist er also eher Bauer. Das ist gut, um seinen Arbeiter, ein entfernter Verwandter aus dem gleichen Dorf einzuarbeiten. Ohne Corona wäre das ganze wohl sehr stressig geworden. Wahrscheinlich hätten wir da viele viele Tage auf dem Dorf verbracht, um nicht komplett getrennt zu sein.

So bin ich derzeit Haupt-Betreuerin der Kinder. Was ja an und für sich auch nichts ungewöhnliches ist. Jedoch auch über Nacht. Und das Kommen und Gehen meines Mannes schlaucht etwas. Es macht alles so unruhig und unser Leben dreht sich eben um seine Anwesenheit oder Abwesenheit… aber was sonst sollten wir tun!? Das macht es noch trauriger. Es gibt nicht anderes zu tun. Und so muss man um diesen Wechsel fast dankbar sein, weil er Abwechslung in unseren Alltag hereinbringt. Völlig paradox.

Einige Feldfrüchte sind bereits reif zur Ernte. So muss sich jetzt um einen Abnehmer im großen Stil gekümmert werden. Dieses Jahr haben wir Mais. Das ist für mich das erste Mal in sechs Jahren, in denen ich hier bin. Daneben hat mein Mann auch noch Bohnen angebaut. Im kleinen Stil bin ich ebenfalls ein Abnehmer und einige unserer Freunde. Denn so ein paar Maiskolben frisch vom Feld zu knabber ist schon etwas Feines.

Unter den „Feldnachbarn“ tauscht man auch gerne und so kommen wir an frisches Chili! Derzeit genießen wir also auch die Vorteile der Landwirtschaft. Bald müssten auch ein paar Zucchinis reif sein, die zwischen dem Mais wachsen. Die grünen Bohnen brauchen noch ein paar Wochen. Alles dreht sich also derzeit darum – aber mehr aus Mangel an anderen Ereignissen.

Ein tägliches Bild zur Regenzeit.

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