Gerade muss ich etwas lachen; ich wollte mich auch mal wieder melden, so nach Wochen und etwas intelligentes Schreiben. Was interessant sein könnte und wie es uns hier so geht. Und habe dann erstmal meinen letzten Eintrag durchgelesen, um vielleicht ein Thema aufzugreifen. Ok! Ich könnte locker ‚copy paste‘ machen, weil sich unsere Situation null geändert hat.
Seit 12 Wochen sind wir nun zuhause. Die Kinder haben seit April das Haus gar nicht mehr verlassen. Viermal vielleicht, weil wir unsere Haushälterin Josfina geholt und gebracht haben und wenn mein Mann Leo nicht da ist, dann nehm ich die drei Kinder halt mit. Es gibt hier keinen Wald und keinen (geöffneten) Park. Wir gehen mit den Kindern wirklich nicht raus.
Es hat sich hier nicht viel verändert. Mein Mann muss öfters aufs Dorf als zuvor; ich bin also wenigstens 4 Mal die Woche alleine mit den Kindern Tag und Nacht. Ich werde immer fauler und bin gelangweilt.. ich weiß nicht, wo das hinführen soll. Ich „mache“ nichts und möchte Ende Dezember nicht feststellen, dass ich nichts verwirklicht habe, dieses Jahr. Ich bin getrieben von diesem Gedanken und kann mich selber ganz gut runterziehen. Ich sitze ja nicht rum und drehe Däumchen. Trotzdem habe ich gerne Projekte, die ich abhaken kann. Mit das gewünschte Schleifgerät zu bestellen und die Küchenmöbel zu bearbeiten, habe ich aber leider keine Lust zu!
Im Mai hatte ich eine Glück-Im-Mai-Challenge initiiert, die hauptsächlich auf Instagram aktiv war und passiv-aktiv auf meinem Blog ‚Mein Glücksprojekt‘. Aber das ist nun auch nicht die Bombe. Ich wollte mich dadurch beschäftigen, mir Ideen holen, auf andere Gedanken kommen und dankbar sein, für unsere Luxus-Lockdown-Situation (obwohl so ein Wald in der Nähe wäre wohl echter Luxus). Das hat auch 3 Wochen gut geklappt, dann war die Luft raus.
Das Baby Iyari merkt es wohl auch. Es ist nun 8 Monate alt und weckt mich nachts alle 2 Stunden – seit Wochen. So richtig fit bin tagsüber dadurch noch weniger. Gejammer, Gejammer. So will ich nun wirklich nicht sein. Bis zum 30. Mai hatten sie gesagt. Es ist nun ein Ampelsystem eingeführt worden. Rot ist Lockdown, Orange, Gelb und dann grün wäre der Normalzustand — alles wieder geöffnet. Ganz Mexiko ist komplett rot. Das ist der Witz. Keine Änderung. Die Kinder kehren nicht in die Vorschule zurück, mindestens bis August. Das Baby kommt vielleicht gar nicht erst rein in die Kita. Die Uni beginnt bis September. Alles bleibt so wie es ist. Mindestens zwei Monate nich. Weitere 8 Wochen. Enorm, unfassbar und doch, es ist schön, dass alle drei Kinder so eng miteinander sind, so viel Zeit miteinander verbringen.. das nimmt ihnen keiner.
Es ist wieder furchtbar warm hier. So warm habe ich es noch nie in Erinnerung gehabt. 29°C im Schlafzimmer. Der Wahnsinn für Zacatecas. Das Foto zum Beitrag ist abends um 18 Uhr entstanden auf unserem Dach… da konnte man es draussen ein bisschen aushalten.
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