Heiraten

Über einen Monat ist meine eigene Hochzeit bereits her und ich bin gar nicht dazu gekommen, einmal ein paar Worte über die Feierlichkeiten zu verlieren. Der Tag war sehr schön und gehört definitiv zu den einprägsamsten meines Lebens. Wir hatten Glück mit dem Wetter, weil es kalt und bewölkt angesagt war, und es allerdings nur kühl und zur Zeremonie, die im freien stattfand, sogar sonnig war!

Sowohl die Trauung, als auch die Feier fanden auf dem Grundstück meiner Schwiegereltern statt, quasi im Hühnergehege wie einige Gäste anerkennend bemerkten. So etwas gab es wohl noch nicht. Das jemand seinen eigenen „Garten“ für die Feierlichkeiten benutzt. Aber alle waren begeistert oder gaben zumindest den Anschein.

Um 15.30 Uhr war offizieller Beginn, ab 16 Uhr trudelten die Gäste ein. Ich habe von alldem dann nichts mehr mitbekommen, weil ich mich zu diesem Zeitpunkt bereits fertig gemacht habe. Die Standesbeamtin kam etwas später, geplant war für 17 Uhr, aber so gegen 17.15 Uhr konnte es dann auch losgehen. Für meine europäischen Leser wird das ganze recht normal sein, die Planung, die Art und Weise der Hochzeit. Für unsere Gäste war das alles ein Spektakel, was man so zuvor selten sah. Die standesamtliche Hochzeit derart herausgehoben, findest du nicht und schon gar nicht auf dem Dorf. Normalerweise ist kirchliche Trauung das große Ereignis und die standesamtliche Hochzeit wird Wort wörtlich nebenbei und am Rand „erledigt“.

Nach der Trauung ging es dann auch direkt weiter mit dem Essen und es wechselte die Musik. Vorher hatten wir ein Duo, welches „Hintergrundmusik“ spielte und später kamen dann die Mariachis und die wechselten dann nach dem Essen ihren Stil auf norteño und populäre Musik. Und so ging der Abend dann weiter. Mit Kuchen, dem Tanz. Um 22.30 wurde dann noch einmal Essen serviert und um 1 Uhr fing es an zu regnen, wie passend, denn bis dahin hatten wir die Band bezahlt und somit waren wir um 1.45 Uhr in unserem Shuttle in Richtung Zacatecas.

Viele Gäste sind schon sehr früh wieder abgereist, weil es dunkel wurde. Das war eine Sache, an die ich nicht gedacht hatte. Es war den meisten unangenehm im Dunkeln zu fahren und so fuhren sie recht früh zurück in die Stadt. Wer meinen Blog nicht kennt: Es sind 30 bis 40 Minuten vom Dorf nach Zacatecas.

Alles in allem war es eine sehr schöne Feier und Hochzeit. Der Ort hat es, auf neudeutsch gesagt, wirklich rausgehauen. Musik und Essen waren genial. Was will man mehr? Nun also, Ehefrau.


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