August 2018 – Eingewöhnung in der Kita

Heute ist Dienstag, 28. August, und meine beiden Söhne Tanok und Nahuel sind seit zwei Tagen in ihren neuen Gruppenräumen und mit neuen Lehrerinnen alias Erzieherinnen. Hier sind alle maestros oder maestras (=LehrerIn)  von der Krippe bis hin zur Uni, daher meine Übersetzung.

Ich habe mal die vorangegangen Erzieherinnen gefragt, ob sie eine Idee haben, warum ständig die Räume und Erzieherinnen wechseln. Sie sagen, damit die Kinder sich nicht zu sehr an eine Lehrerin gewöhnen und an ihr kleben (was durchaus vorkommt, vor allem im Falle von Nahuel). Natürlich wäre es für alle leichter, aber vielleicht auch um ein wenige Dynamik in gesamte Institution zu bringen. Hat wohl alles Vor- und Nachteile. Ich sehe kein System, dem man den Vorzug geben sollte. Kommt eben auch sehr aufs Kind drauf an.

Wie war es nun am Montagmorgen?

Tanok ist ohne große Worte in seinen neuen Gruppenraum spaziert und wurde auch nett in Empfang genommen. Alles prima soweit. Auch am Nachmittag habe ich ihn völlig normal erlebt.

Nahuel hingegen hat am ersten Tag wie ich erwartete, geweint und sich gewunden und nach Mama geschrien. Das war aber wohl nur die ersten Minuten, dann war alles ruhig. Ich habe eine Freundin in der Kita und die ist ein paar Mal an seinem Raum vorbei und immer saß oder spielte er einträchtig und ruhig mit der jeweiligen Sache. Also sehe ich kein Problem damit. Heute morgen hatte er schon im Auto gesagt, er wolle nach Hause. Auf der Toilette (in der Kita, bevor es in den Gruppenraum geht, Kind noch einmal auf den Pott setzen), jammerte er, dass ich nicht gehen sollte. Beim Moment des Abschieds ließ er sich in die Arme seiner Lehrerin plumpsen und schaute nicht mehr zurück. Das tapfere Kerlchen. Wird schon. Diese Woche hat nur vier Tage für ihn, weil Freitag der letzte Tag im Monat ist – der ist immer frei. Fortbildung der Lehrerinnen, glaube ich.

Was gibt es sonst Neues?

Keine Lätzchen mehr bei Nahuel, kein Toilettensitz mehr. Das finde ich stets etwas unglücklich, weil die kleinen Persönchen sich noch nicht richtig auf die Toiletten setzen können und sich mit Kraftaufwand abstützen. Mein Sohn ist etwas faul und sagt oft, dass er fertig ist, obwohl er das gar nicht ist. Das bewies es gestern, und sein neues Umfeld. Dreimal mussten sie seine Kleidung wechseln!! Aber gut.

Der Mittagsschlaf wird erstmal beibehalten, wenn ich es richtig verstanden habe. Das finde ich für meinen Sohn ganz gut. Weiß aber nicht, ob das alle so sehen.

Bei Tanok gibt es keine Veränderung bisher. Einige Mütter setzen gerade ein Schreiben auf, weil sie beide Erzieherinnen für ihre Kinder nicht wollen. Ich finde, sollen sie mache, ich bin komplett anderer Meinung. Sie erheben schwere Vorwürfe gegen diese Lehrerinnen. Ich möchte mich da nicht anschließen, mein Mann auch nicht. Zu einem anderen Zeitpunkt gehe ich nochmal auf dieses Thema ein. Versprochen. Für heute soll es das zur Eingewöhnung gewesen sein. Liebe Grüße.

PS: Das Beitragsbild ist am Wochenende entstanden – aus dem Rückfenster des Pick-Ups bei den Großeltern – fand ich zu süß, daher landet es mal hier. Meine Kinder werden es mir verzeihen, dass es volle Frontansicht der Kinder ist. Von wegen Persönlichkeitsrechte und so. Hat eigentlich jemand schon ein erwachsendes oder pubertierendes Kind, das es nicht gut findet, dass Mama über sein Leben bloggt?


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