Teleférico in Zacatecas

Seilbahn! Der Teleférico von Zacatecas ist die Touristenattraktion und auch ein bisschen Markenzeichen. So war es lange Zeit traurig, dass die Seilbahn nicht funktionierte.

Seit 1979 war der Teleférico eine der ersten Seilbahnen in Mexiko. 642 Meter frei schwebend vom Berg „La Bufa“ (ein weiteres Symbol für das Panorama Zacatecas) bis ins historische Zentrum. Vor knapp zwei Jahren wurde der Service dann eingestellt, um den Teleférico einer Grunderneuerung zu unterziehen. Etwas fehlte in dieser ganzen Zeit.

Als dann Anfang Mai plötzlich Seilbahnen über dem Zentrum schwebten, war ich gefühlt die einzige, die aufgeregt wie ein kleines Kind an Weihnachten war. Es waren Testfahrten, noch war der Teleférico nicht für das Publikum geöffnet. Die Neuerungen einer französischen Firma waren statt der vorigen zwei nun sieben Kabinen.

Hier sieht man rechts die zwei alten Kabinen von 1979 und links die neue Konstruktion.

Am 5. Mai 2018 war es dann endlich soweit! Eine Woche lang war es gratis, die neue Seilbahn zu genießen. Heute kostet der Spaß 100 Pesos für einen Erwachsenen. Was ziemlich teuer für eine mexikanische Durchschnittsfamilie ist, aber irgendwie müssen sie die hunderte Millionen von Pesos wohl wieder reinholen, die sie ausgegeben und in den zwei Jahren nicht eingenommen haben! Daher ist der Preis wohl eher für die Touristen.

Aber in der Woche als es gratis war, hab ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, mitzufahren. Anstehen war die Devise. Es war erträglich. Selbst die Kinder haben ganz gut mitgemacht. Nur als wir uns der Seilbahn dann wirklich näherten, wollten sie dann plötzlich nicht mehr und ganz plötzlich mussten sie auf die Toilette. Ich hab das Risiko auf mich genommen und gesagt, dass sie dann unten auf Toilette gehen können. Das war mit einem Zweijährigen und einem Dreijährigen wirklich mutig von mir. No risk, no fun.

Als wir fast dran waren, stoppte die Seilbahn plötzlich. Jemand der Insassen hatte wohl auf den Notfall-Knopf gedrückt – der etwas unglücklich in Sitzhöhe angebracht ist. Und somit verzögerte sich das Anstehen in der Sonne noch einmal 15 Minuten.

Aber dann war es endlich soweit. Die Seilbahn hat ein ordentliches Tempo drauf. Es passen 6 bis 8 Personen in eine Kabine. Eine der sieben Kabinen hat einen Glasboden – nichts für Höhenangst.

Es werden immer noch Schönheitsarbeiten vorgenommen.

Unten angekommen, sind wir schnell auf die Toilette und dann wieder zurück. Es war kurz vor 18 Uhr, wir waren die letzten, die nach oben durften. Schön war es und ich freue mich, meinem nächsten Besuch, endlich wieder diese Seilbahn zeigen zu dürfen. 


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