Ich sitze an meinem Schreibtisch und betrachte mir meinen Kalender. Der ist noch in der Vergangenheit. Nicht mal dafür hatte ich Muße, ein Kalenderblatt umschlagen und sehen, was mich sonst so erwartet. Kinder krank. Mutter krank. Seit dem Wochenende schlage ich mich mit einer heftigen Mandelentzündung rum. Als alles nichts mehr half, bat ich die Ärztin dann doch um Antibiotika. Das wirkt elendig langsam. Ich war nicht auf Arbeit. Aber auch, weil Nahuel, der kleine Wurm, ebenfalls krank ist. Fieber hatte er seit Sonntag. Ansonsten nichts weiter schlimmes. Bisschen Schnupfen, bisschen Husten. Das gleiche hatte Tanok vor zwei Wochen.
Tanok wiederum war ebenfalls zuhause, weil er am Sonntag mit der Zahnbürste im Mund hingefallen ist und sich in die Wange gebissen hat. Riesengroß wurde die innerhalb von 24 Stunden. Am Dienstag war ich beim Arzt (Montag war Feiertag). Alles gut. Wird schon wieder. Auch Nahuel scheint nichts schlimmeres zu haben. Die letzte Nacht war unruhig, aber weniger wegen Fieber, sondern mehr wegen Luft im Bauch. Er ist ein Sensibelchen, der Kleine. Jede Stunde hat er mich mal wieder geweckt. Und dann ich mit Angina – da freut sich die Mama.
Aber so spielt das Leben – da hatte ich ungewollt eine Woche Pause. Das ist vielleicht auch mal nötig. Wir hatten nämlich davor zwei Wochen ein höheres Maß an Beschäftigung: Renovierungsarbeiten – Operation Steckdosen. Der Dreck ist immer noch da. Ich kämpfe gegen Feinststaub.
Dafür ist das Kinderzimmer immer noch nicht fertig. Stück für Stück arbeite ich mich voran. Nun habe ich eine Lichterkette aus China bestellt. Einen Monat soll das dauern, bis sie hier ist. Ich wohne in Mexiko und in der Provinz. Ehrlich… in Deutschland geht so was ratz fatz – bestellt, drei Tage später da. Und es gibt viele Angebote und zu moderaten Preisen. Ich suche eine Besuchermatraze, die man so falten kann, und sie auch als Sessel benutzen könnte. 40 Euro im Durchschnitt, online in Deutschland. 100 Euro plus 50 Euro Versand, wenn ich sie in Mexiko aus den USA bestelle. Provinz ist zum Haareraufen. Also muss ich mexikanisch denken – selber machen. Ich werde darüber berichten. Erstmal einen lieben Gruß und eine schöne Restwoche, an all die Mitleser.
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