Helft mir, Supermamas!

Nun, das mit dem Jahresvorsatz hat ja bisher so gar nicht geklappt. Ich weiß schlichtweg nicht, wann ich mich an den PC setzen soll, um zu bloggen. Ich frage mich, was ich falsch mache. Ich habe kein Bedürfnis, eine Supermama zu sein, aber so ein bisschen in die Richtung könnte es schon gehen. Supermamas organisieren sich perfekt durch und haben alles im Griff, die Kinder und ihren Haushalt und ihr Privatleben. Punkt eins und zwei klappt wohl ganz gut, aber Nummer drei ist verschwunden. Seit ich im August angefangen habe zu arbeiten, ist es wirklich rar gesät mit der freien Zeit von Mama Nora. Und wenn, dann nutze ich sie für Telefonate nach Deutschland.

Was also mache ich falsch?, ist die Frage an die Supermamas. Könnten diese mir bitte mal ein paar Tipps dalassen? Vielleicht auch Tipps für Zeitmanagement Bücher? Was machen die Supermamas anders, als ich? Haben die ihre Kinder komplett anders erzogen? Natürlich sind meine Kinder nicht um sieben Uhr abends im Bett. Wäre das der Fall hätte ich ja locker zwei Stunden mehr „zum Leben“. Um sieben Uhr kommt mein Mann allerdings erst nach Hause, weil man hier in Mexiko keinen acht Stunden Tag, sondern einen zehn Stunden Tag hat. Und der beginnt bei meiner besseren Hälfte auch nicht um 8 Uhr morgens… Ist das ein Unterschied? Die Supermamas haben keine Workaholic-Männer, sondern welche, die sehr pünktlich nach Hause kommen und dann alles (Kinder und Haushalt) übernehmen!? Schwer zu glauben.

Mein jüngster Sohn Nahuel hatte am vergangenen Mittwoch seinen ersten Geburtstag. Durchschlafen tut er immer noch nicht. Daher fällt es mir schwer, zu sagen, ich stehe einfach eine halbe Stunde oder Stunde eher auf, und gehe dann meinem privaten Kram nach, wenn ich nicht weiß, wie die Nacht wird. Muss ich einmal, zweimal, dreimal oder sogar viermal und mehr aufstehen und das Kind in den Schlaf wiegen? Ich habe ihn aber nicht so erzogen! Beide meine Kinder konnte ich nie einfach nur hinlegen und dann schlafen sie ein. Immer musste man sie bewegen und wiegen. Klar, wahrscheinlich haben sie sich da auch dran gewöhnt – ein Teufelskreis. Aber konnte ich ahnen, dass Sohn Nr. 2 auch mit 12 Monan nicht durchschläft!? Nr. 1 hat das mit acht Monaten prima gemeistert. Das ist eben das Leben. Kann man nicht planen und schon gar nicht, wenn man zwei kleine Wesen hat, auf die man aufpassen muss.

Heute Morgen, an einem Sonntag, bin ich also um halb sieben aufgestanden. Alle schlafen noch.Ich habe erst geduscht, dann einen Toast gegessen und mir einen Kaffee gemacht (vor zwei Monaten habe ich aufgehört zu stillen). Fest vorgenommen habe ich mir, mich hinzusetzen und einen Blogeintrag zu verfassen. Aber das Risiko war natürlich groß, dass vorher eines der Kinder wach wird – wie schon so oft. Heute ist also ein Glückstag. Aber so kann es doch nicht weitergehen!!

Was macht ihr anders, Supermamas? Gibt es keine Supermamas, die zwei oder mehr Kinder haben, arbeiten, ein Haus haben und denen es auch wichtig ist, dass die Partnerschaft (inklusive diverser Zärtlichkeiten) läuft UND die ein Privatleben, sprich Blog haben!? Ist das ein Mythos? Ich glaube das nicht. Habe ich doch immerhin so wenig Selbstvertrauen und bin schon so überfordert, dass ich ganz fest davon überzeugt bin, dass es Mamas gibt, bei denen es besser, wenn nicht sogar super läuft; trotz all der genannten Eckpunkte in ihrem Leben. Also, her mit euren Geschichten, euren Tipps und so weiter! Ich will sie hören, damit auch ich endlich wieder mehr bloggen kann.

EMailadresse: komplexa@gmx.de oder direkt unten als Kommentar. Danke!

PS: Kind ist wach!

#supermama


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3 Comments

  1. Liebe Nora, ich glaube, es gibt keine Supermamas. Punkt. Ich bin auch keine. Mein Sohn hat ewig und drei Jahre nicht gut geschlafen – das ist jetzt zehn Jahre her. Und diese zehn Jahre sind genau der Grund, warum ich jetzt einen Blog schreiben kann, weil er regelmäßig in die Schule geht und schläft. :-) Irgendwas kommt immer zu kurz: entweder das Haus ist dreckig, der Garten im Hintertreffen, das Leben als Paar, die Arbeit für Website oder Blog. Alles 100 Prozent geht nicht. Man schiebt die Prioritäten je nach Umständen von rechts nach links. Wer was anderes behauptet, betreibt Selbstbetrug. Irgendeinen Preis zahlt man immer. Aber das ist ok. Es gibt verschiedene Phasen im Leben und nicht immer ist für alles gleich viel Zeit. Dann schreibst du halt seltener, aber dafür hast du das Glück so süße kleine Kinder zu haben, die werden viel zu schnell groß und dann ist vielleicht mehr Zeit zum Bloggen als dir lieb ist. ;-)
    Alles findet sich. LG Jonna

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    1. Liebe Jonna! Das sind so unglaublich liebe und wahre Worte. Ich kann mir das gut vorstellen, dass es genauso ist, wie du schreibst. Wahrscheinlich ist es auch meine Ungeduld. Ich bin kein sehr geduldiger Mensch und daher ständig meine Fragerei, ob denn auch mal das Chaos etwas ordentlicher wird. Sehr lieb von Dir und vielen Dank, dann genieße ich jetzt wohl die Zeit und irgendwann kommt dann wohl mal der Tag, an dem die Kinder weniger krank und mehr in der Schule sind. Ganz herzliche Grüße zurück

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