Das alte Jahr ist zu Ende. Und für das neue Jahr wünsche ich mir, ein anderes System, damit ich mehr Zeit habe, auch einmal ein bisschen zu bloggen. Ein kleines mehr Nora sein und die Mama außen vor lassen zu können. Die letzten Monate waren der Wahnsinn in meinem Leben und ich hoffe, dass der Tiefpunkt erreicht wurde und es jetzt ganz langsam wieder bergauf geht!
Ich möchte noch ein paar „Altlasten“ aus 2016 loszuwerden. Es ist so viel passiert, trotzdem werde ich mich jeweils kurz fassen und auch nicht alles in einen Beitrag bringen. Weil es noch sehr aktuell ist, möchte ich über unser Weihnachten und über das Silvesterfest mit Kindern und die Mischung der kulturellen Bräuche reden.
In diesem Jahr, und diejenigen, die mir bei Instagram folgen, konnten das schon sehen, hatten wir einen Adventskalender. Ich habe kleine Schachteln besorgt und sie mit Nummern versehen und jeden Abend durfte Tanok eines öffnen. Das ist alles zum Schluß hin allerdings etwas verloren gegangen. Daher muss ich gestehen, dass wir es nicht 100%ig durchgezogen haben. Ich habe es schon mal erwähnt, ich bin nicht sonderlich diszipliniert und habe einen Hang zum Chaotischen. Also eher mexikanisch als deutsch, was mich theoretisch ideal dafür macht hier zu leben. In der Praxis bin ich hier in Mexiko jedoch sehr viel deutscher, mit all der Ordnung, Pünktlichkeit und dem Privatsphäre wahren, als ich es in Deutschland jemals war. So kann es kommen.
Einen Weihnachtsbaum gab es auch in diesem Jahr noch nicht. Ich musste ein paar Gänge zurückschalten. Eins nach dem anderen. Tanok ist gerade mal zwei Jahre alt, sein Bruder zehn Monate, von daher, ist das noch nicht so tragisch. Ich hatte Weihnachtsgirlanden aufgehängt und Tischdekoration und auch eine Lichterkette und zusammen mit dem Adventskalender war es doch schon recht weihnachtlich. Zudem kamen Lebkuchen und Spekulatiuskekse aus Deutschland eingeflogen und so war das für meinen Teil schon ein recht guter Start unser eigenen Tradition.
Den 24. Dezember, Heilig Abend, haben wir auf dem Dorf gefeiert – mit Übernachtung. Seit Oktober haben wir öfters die Wochenenden komplett bei meinen Schwiegereltern verbracht, um die Kinder an diesen neuen Ort für Übernachtungen zu gewöhnen. Das klappte auch gut. Wenn Mama und Papa dabei sind, haben Kinder scheinbar kaum Probleme mit neuen Situationen. Um nicht alles mitzuschleppen – das Auto ist sowieso immer schon gut voll (und das bei nur ein oder zwei Übernachtungen! Reisen mit Kindern – ein weiteres Thema für einen Artikel) – belegen wir zwei Zimmer. Mein Mann Leo schläft mit Tanok in einem Bett und ich habe Nahuel bei mir, so brauchen wir das Reisebett nicht mitbringen.
Den 25. haben wir ausgeschlafen und sind nach dem Vormittagsfrühstück gefahren – ich weiß nicht, wie ich es sonst nennen soll, zwischen 10 und 11 Uhr wird hier warm und salzig gefrühstückt oder eben verfrühtes Mittag. Zuhause habe ich dann angefangen die Weihnachtsdeko abzuhängen und den Geburtstag von Tanok am 26. vorzubereiten. Davon dann an anderer Stelle mehr, dies würde den Artikel sprengen. So ist Weihnachten bei uns recht zügig vorbei. Ich möchte diese Feiertage ungern mit Tanoks Geburtstag mischen, also mache ich auch in Zukunft einen „Cut“, sobald wir das Dorf am 25. verlassen, ist Weihnachten vorbei.
Silvester sind wir in diesem Jahr das erste Mal ebenfalls aufs Dorf gefahren. 2014 war Tanok gerade mal eine Woche alt und 2015 erholten wir uns noch von einer Lebensmittelvergiftung und hatten auch nicht so recht die Lust mit einem Einjährigen Silvester zu feiern – er hätte nicht bis Mitternacht durchgehalten und so sahen wir keinen Sinn darin.
2016 nun hatten wir als Eltern dazugelernt und durch die Übung des Übernachtens sahen wir kein großes Problem mehr. Da lagen wir nicht ganz richtig. Wir haben doch noch einiges falsch gemacht. Hier isst man, wohl wie die Spanier, sehr spät an diesen Feiertagen. So gegen 22 Uhr. Was ja schon mal nichts für mich ist und weniger mit Kindern. Nun gut, unser Fehler war auch, dass wir die Kinder nicht wie gewohnt „gefüttert“ und ins Bett geschickt haben, so dass um 21 Uhr Ruhe ist. Sie waren die ganze Zeit bei uns und sind dann gegen 22.30 Uhr auf unserem Schoß eingeschlafen. Eine Stunde später ist Tanok hochgeschreckt, so dass wir ihn dann weinend doch ins andere Haus gebracht haben, um ihn in sein Bettchen zu bringen. Gegen Mitternacht waren beide Kinder wach. Und das neue Jahr haben wir Eltern damit begonnen, zu versuchen, die Kinder zum Einschlafen zu kriegen. Das war alles völlig falsch; war uns in dem Moment auch bewusst. Nächstes Jahr sind wir sehr, sehr viel schlauer! Ich weiß, dass hätten wir auch vorher bedenken können, aber ich hatte so gar nicht gedacht. Wie gesagt, mein Fehler.
Silvester-Traditionen haben wir keine. Wir sind keine Silvester Menschen. Es gibt hier kein privates Feuerwerk, dass ist verboten. Auch hier soll man rote Unterwäsche anziehen und wie die Spanier, Weintrauben essen und mir sagte man, auch die Koffer auf die Straße stellen und drumherum tanzen, damit man viele Reisen machen kann im neuen Jahr. All dies, tun wir nicht, aber was nicht ist, kann ja noch kommen. Mit Kindern, ändert man ja doch sehr häufig seine Meinung.
Das soll es erstmal gewesen sein. Ich wünsche allen Lesern und Nichtlesern und Zufallslesern ein schönes neues Jahr mit viel Gesundheit und Fröhlichkeit und Frieden und Kindern und Schwangerschaften und so fort!! Alles Gute für 2017.
Entdecke mehr von NORA SCHMACKERT
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
