Es hat angefangen, die Kita-Zeit meiner kleinen Söhne. Vergangenen Montag war der Termin für die Vorstellung. Die hat sieben Stunden gedauert. Erst hat eine in der guardería ansässige Ärztin die Kinder untersucht und ihre Daten (von der Schwangerschaft bis zum heutigen Tag) aufgenommen.
Dann ging es weiter zu einer Psychologin. Charakter des Kindes, Beziehung der Eltern, Verhältnis als Familie?
Dann zur Ernährungswissenschaftlerin. Unverträglichkeiten?
Dann zum „sozialen Dienst“ – servicio social. Einkommen, wer wohnt mit im Haus, wie viel Geld gebt ihr im Monat für was aus?
Am Ende eine Führung zu den Gruppenräumen unserer Kinder und ein Willkommen der Direktorin – „dies ist keine guardería. Dies ist eine Institution, die sich dem Wohlergehen und der Entwicklung des Kindes widmet“. Aha. Was machen die dann in der guardaría? Aber gut. Wir wollten nicht sticheln. Also haben wir uns das verkniffen. Nach sieben Stunden und für uns sehr frühem Aufstehen hätten wir auch freundlich genickt, wenn sie uns das Gegenteil gesagt hätte.
So waren die Kinder also aufgenommen. Mittwoch ging es los. 6 Uhr aufstehen. Kinder wecken, Windel wechseln, anziehen. Ins Auto. 15 Minuten fahren. Kinder aus dem Auto und in die KiTa (ich alleine – was ich oft gesehen habe: beide Elternteile mit einem Kind – ich gab und gebe also die umgekehrte Version ab: Zwei Kinder, zwei Babytaschen, Decken = #mamabeladenwieeinesel). Windel-Kontrolle (!) der Ärztin. Jeden Morgen. Kranke Kinder werden nicht durch gelassen.
Dann kommt das Kind in seinen Gruppenraum – die Eltern oder ich, die Mama, bringt das Kind direkt hin. Das zwischen 7 und 8 Uhr morgens. Wer später kommt hat Pech gehabt und bekommt die gelbe Karte (was mit mehreren gelben Karten geschieht oder wann es die rote gibt, weiß ich noch nicht).
Um 8.30 Uhr bekommen die Kinder Frühstück.Um 12 Uhr Mittag. Danach wird geschlafen. Die ganz Kleinen bis zu einem Jahr bekommen um 10 Uhr auch noch eine Flasche.
Meine Söhne Tanok und Nahuel haben nun erstmal zwei Wochen Eingewöhnungsphase – nach drei bis vier Stunden sollen sie wieder abgeholt werden. Wie das so ist und wie ich die ersten Tage erlebt habe gibt es dann in einer Fortsetzung.
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