Arbeit gesucht, Arbeit gefunden. Ich habe vor zirka einem Monat ein kleines (Vorstellungs-) Gespräch gehabt. Am Tecnológico de Zacatecas. Eine kleine technische Universität mit acht Bachelor-Studiengängen, darunter Architektur, Verwaltungswissenschaften und Industrie-Ingenieur, und zwei Master-Studiengängen. In dem dort ansässigen Sprachenzentrum, suchten sie eine Deutschlehrerin. Bisher sind die Studenten verpflichtet Englischkurse zu belegen, bis sie ein bestimmtes Niveau erreicht haben. Nun wollte der Koordinator des Sprachenzentrums gerne mehr als nur die Sprache Englisch anbieten. Und da kam ich in Spiel.
Gehört hatte ich von dem Interesse seitens des Sprachenzentrums durch eine Freundin. Das war ein Freitag. Am darauffolgendem Montag sprach ich vor. Begeisterung. Am Donnerstag brachte ich meine Dokumente. Am erneut folgendem Montag fing ich an. Seit dem 15. August arbeite ich nun dort. Ich stehe wohl auf der Gehaltsliste, aber typisch mexikanisch habe ich bisher weder etwas unterschrieben, noch darf ich das Geld für diesen Monat erwarten. Dafür wurde ich schon groß beim Willkommenstag auf der Bühne vor 1000 neuen Studenten und ihren Familienangehörigen vorgestellt. Außerdem habe ich nun drei Gruppen mit A1 Niveau, die ich vier Mal in der Woche von Montag bis Freitag unterrichte.
Ich habe Spaß, meine Studenten auch. Immer noch kommen neue dazu und wollen unbedingt Deutsch lernen. Alle sind begeistert.
Dabei möchte ich nicht verschweigen, dass der Raum zu knapp ist, soll heißen es eigentlich keinen Raum für mich gibt und ich momentan im Computerraum unterrichte; ich auch schon vorher gehört habe, dass diese halbstaatlichen technischen Universitäten selten regelmäßig alle 14 Tage die Gehälter zahlen, und so weiter. Mir macht es trotzdem Spaß und das ist für mich als berufseinsteigende Lehrerin in Mexiko erst einmal vorrangig.
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