Das Neugeborene ist ein wundersames Wesen. Es schläft als gebe es kein Morgen. Es ist unglaublich egoistisch. Wenn man sein Bedürfnis nicht sofort stillt, dann schreit es und schreit es in einer unglaublichen Lautstärke. Es ahmt Gesichter nach. Es schaut gerne Gardinen an. Es schmatzt und schnalzt und giggelt und gurgelt. Und es sorgt uns seit dem Moment seiner Geburt.
Unser zweiter Neugeborener entwickelt sich super. Er ist locker schon mal zehn Zentimeter gewachsen und ist zwei Kilogramm schwerer. Seine Haare stehen ab, als würde er ganz klar sagen wollen, dass er der Coolste auf der Welt ist. Er lächelt und das tat er wirklich schon sehr früh. Mir egal, dass all sagen, es sei ein Muskelzucken – im Schlaf vielleicht. Aber er ist wach und lächelt eindeutig seit seiner zweiten Lebenswoche. Dabei zieht er die Nase kraus, was unglaublich niedlich ist. Überhaupt ist er so schön, wie er für seine Mama nur sein kann. Er trinkt prima und schläft viel.

Die Kehrseite der schönen Dinge meines wunderbaren Sohnes ist ganz klar, die Besorgnis, die immer mitschwebt. Und zu allem Übel hat Nahuel in seinen ersten zwei Monaten außerdem schon einiges durchgemacht.
Die erste Welle an Koliken hat er bereits hinter sich. Wer einmal erlebt hat wie sich so ein kleines Persönchen vor Schmerzen windet, der weiß, wie nervös man dabei wird. Außerdem hat er stark die Milch wieder ausgespuckt. Wir waren beim Arzt und haben Nahuel auch testen lassen. Er hat starke Lactoseintoleranz. Das hat jedes Baby mal stark, mal etwas weniger stark – daher ja auch die Koliken. Konsequenz für mich: Keine Kuhmilch mehr Trinken und keine Milchprodukte essen! Auch keine Kekse oder ähnliches. Das half bisher. Die Koliken sind vorbei. Der starke Rückfluss wurde mit einem Medikament behoben, Unamol, das schon bei Tanok eine Zeit gute Dienste geleistet hat.
Nun hat er aber wieder was neues. Ich komme gerade vom Arzt. Nahuel hat starken Ausschlag. Erst nur am Hals, mittlerweile am ganzen Körper. Seit gestern pellt sich die Haut richtig. Sie ist rot und trocken. Ein Medikament hat ganz gut geholfen. Aber ich warte jetzt auf den Anruf der Allergologin, dass ich eventuell heute noch vorbeikommen kann. Ich muss unbedingt wissen, was es ist.
Der Kinderarzt vermutet etwas, was ich esse. Es kann aber auch Waschmittel, Seife, Kleidung, etc. sein. Daher wohl einfach einen Test machen. Ich hoffe, dass sie das kann! Bei so einem kleinen Menschen. Keine Ahnung. Mal sehen. Aber mit so etwas bin ich beschäftigt und immer besorgt. Heute Morgen lag er so still da, dass ich schon etwas panisch geprüft habe, ob er noch atmet. Man weiß ja nie… so ist das mit den Neugeborenen.
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