Koriander und Chili – oder Die Sache mit dem Reis

Was mich sehr gewundert hat, als ich hier in Mexiko gelandet bin, ist, dass hier jede Menge Koriander gegessen wird. Zumindest in der Zacatecas Region. Nur darüber kann ich ja wahrheitsgemäß berichten. In Tacos oder zu Birria wird der Koriander gereicht. Wie gut, dass ich den mag. Ich hatte dieses Kraut immer mit orientalischer Küche verbunden. Aber scheinbar hat es sich auch hier durchgesetzt.

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Ich mische mir das mittlerweile auch in andere Gerichte, zum Beispiel Rührei.

Hier wird der Koriander mit rohen klein gehackten Zwiebeln gereicht und dann darf ein Salsa aus Chili und Tomate natürlich auch nicht fehlen. Das ist für mich ein mexikanischer Geschmack. Den bekomme ich so schnell nicht mehr aus meinen Geschmacksnerven raus.

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Dass es hier so viele Chili-Sorten gibt wie Käse in Frankreich, dürfte ja bekannt sein. Der Chile Poblano ist besonders geschmacksintensiv und auch nicht sonderlich scharf. Dieser wird über dem Cumal oder direkt über der Gasflamme geröstet, so dass man die Schale abpellen kann. Danach in Streifen geschnitten, mit Fleisch und Zwiebeln und etwas saurer Sahne ist es ein einfaches, aber sehr leckeres Gericht. Dazu darf Reis und die Mais-Tortilla natürlich nicht fehlen.

Apropos Reis. Ich hatte über ein Jahr wirklich Schwierigkeiten hier Reis zu kochen, so dass er körnig und bissfest daher kommt. Bei mir war es Matsch. Und ich habe es nicht verstanden. In Deutschland konnte ich selbstverständlich Reis kochen! Die Sorte unterscheidet sich dann doch erheblich von „unserem“ Zehn-Minuten-Basmati-Reis. Daher bin ich dann irgendwann (etwas lange hat’s gedauert) auf die Idee gekommen, das ganze nach Packungsvorlage zu kochen und eine Freundin hat mir dasselbe dann auch nochmal gesagt: eine Tasse Reis, zwei Tassen Wasser und geschlossen auf niedriger Flamme. Und jetzt habe ich sehr viel häufiger körnigen, bissfesten Reis. Also, man merke: Reis ist nicht gleich Reis ist nicht gleich Reis.


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