Zahnen

Ein sehr aktuelles Thema ist momentan das Zahnen. Tanok hat bereits acht Zähne. Vor einem Monat meinte unsere Familienärztin, dass auch die Eckzähne bald kommen. Am Freitag, am Neujahrstag, entdeckten wir nun, dass die ersten Backenzähne raus sind. So sicher sein kann man sich also nicht, bis sich etwas weißes durchs Zahnfleisch bohrt.

Es gab mit den ersten acht Zähnen keine großen Probleme. Kein Appetitverlust, kein Fieber oder Durchfall, auch wenn die letzten beiden Punkte im Zusammenhang mit dem Zahnen wissenschaftlich nicht bewiesen sind, so ist sich die Elternschaft doch oft einig. Nur etwas ungehalten war unser Sohn und schlechter geschlafen hatte er auch. Gerade beim ersten Zahn.

Bei den Backenzähnen sieht es nun ganz anders aus. Das erste Mal in seinem Leben ereilte Tanok Fieber! Gestern war sein Kopf schon die ganze Zeit warm und nachts wurde er dann heiß. Besorgt wie ich bin, habe ich gleich gelesen, was zu tun ist. Kind nicht zu dick einpacken, vielleicht ein lauwarmes Bad und hinter her nicht so schnell abtrocknen und natürlich auch trinken, trinken, trinken. Zumindest anbieten. Es war nicht so schlimm. Schätzungsweise nie über 38,5° Grad Celsius überschritten. Schätzungsweise, weil ich nur ein einfaches digitales Fieberthermometer habe. Im Internet steht, dass das Messen unterm Arm oft ein halbes Grad von der wirklichen Temperatur abweicht. Rektal möchte ich es nicht nutzen, es ist auch unser Eltern-Thermometer. Gestern habe ich also intensiv darüber nachgedacht, ein Infrarot-Kinderthermometer anzuschaffen. Da wird ganz schnell am Ohr gemessen. Dann gibt es auch kein Gezeter. Und ein zweites Kind ist schließlich auf dem Weg. Wird sich schon lohnen, die etwas teurere Anschaffung (Ich glaube, ab 30 oder 40 Euro aufwärts…).

Zurück zum Zahnen. Viel kann man da nicht machen, als seinem Kind beistehen. Es gibt ein Gel, das Dentinox heißt und hauptsächlich aus Kamillenextrakt besteht. Das habe ich hier aus Deutschland liegen. Das beruhigt das Kind manchmal, wenn man die Wunde stelle etwas massiert. Sofern das Kind einen lässt. Ich wurde gestern zweimal gebissen… aber gut. Es gib aber auch hier in Mexiko solche Gels. Nur ist das deutsche noch nicht aufgebraucht, daher habe ich noch keines besorgt.

Ein alter Tipp ist das Massieren mit Alkohol. Meine Tante hatte wohl Whiskey bei ihren Söhnen angewandt. Selbst der Kinderarzt hier, hat gesagt, dass das Massieren mit ein wenig Tequila helfen könnte. Davon habe ich bisher keinen Gebrauch gemacht. War ja nicht nötig, aber auch so, muss das ja nicht sein.

Man kann dem Kind außerdem helfen, indem man ihm etwas hartes zum Beißen gibt. Spielzeug gibt es dafür, aber eine Möhre tut es genauso oder ein Keks.

Das viele Sabbern ist eine reinigende Begleiterscheinung und sollte kein Besorgnis erregen.

Ich bin nur besorgt, weil ich aufgrund unserer kleinen Eskapade an Weihnachten noch immer auf der Hut bin, falls es nun nicht die Zähne sind. Bleibt abzuwarten – der Rucksack fürs Krankenhaus ist gepackt…


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