Ich kenne keine genauen Zahlen. Amnesty International sagt, dass nach offziellen Angaben im Jahr 2014 22 000 Menschen in Mexiko verschwunden sind. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich um einiges höher. Das Thema wird hier allerdings nicht unbedingt unter den Tisch gekehrt, sondern ist allgegenwärtig. Ob es Plakate in Behörden sind, wie das folgende oder im Fernsehen.
In den öffentlich-rechtlichen Sendern kommt statt Werbeunterbrechung, gerade in den Abendstunden, eine Vermisstenanzeige. Babys, kleine Kinder, oftmals weiblich, junge Mädchen oder Frauen werden vermisst.
Der Grund? Organhandel ist ein ganz großer. Irgendjemand in den USA brauch ein neues Organ, in Mexiko läuft es auf der Straße herum. Ein fieses Geschäft und unendlich traurig. Deshalb bringen hier die Eltern ihre Kinder auch bis zur Schultür und holen sie davon auch wieder ab. Die, die ein Auto haben und es sich leisten können. Aber meist werden gerade diese Kinder in Schuluniform wohl kaum verschwinden, eher auf Dörfern oder in armen Vierteln und Regionen, …
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