Wahlen

Gestern waren Parlamentswahlen und es war Land unter – obwohl alle Medien das Gegenteil behaupten. „Alles ruhig“, „beste Wahlen seit jeher“, die Todesopfer seien „bedauerliche Einzelfälle“, aber nicht zu ändern, so der Präsident.

Im Süden des Landes wurden Wahlurnen angezündet und über 100 Menschen verhaftet. Das Militär war unterwegs und tausende von Polizisten. Für mich keine normalen Wahlzustände, auch wenn ich natürlich aus einem der stabilsten und friedlichsten, demokratischsten Ländern komme.

Zumindest eine Sache fand ich gut: Seit Samstag wurde kein Alkohol verkauft. Das sollte mal in Deutschland eingeführt werden, damit den Leuten auffällt, dass es ein besonderes Wochenende und der Wahlsonntag, ein besonderer Tag ist. Vielleicht gehen dann ja auch mal mehr Leute wählen.

Hier waren es übrigens nicht mal 50 Prozent der Mexikaner, die in den Wahllokalen aufgetaucht sind. Wahrscheinlich sind sie mittlerweile schon resigniert. Nach den letzten acht Monaten Aufruhr, Drogenkartelle die Polizisten und Militär angreifen, verschwundene Menschen, Politiker, etc.

Die regierende Partei von Präsident Peña Nieto wurde wieder gewählt.

 


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