
Ich habe ein Déjà-vu – das folgende habe ich doch schon öfter mal geschrieben, aber ich kann es nicht ändern und es ist nun mal die Wahrheit: Ich habe Internet! Ja, und es fühlt sich so gut an, jedes Mal. Endlich haben wir in unserer Wohnung Internet. Letzte Woche Dienstag haben wir den Vertrag unterschrieben. Zweimal waren wir dort, um uns zu beschweren, dass die versprochenen maximalen fünf Tage bis zur Installation schon längst verstrichen sind. Und endlich, am Freitag ward es Licht in meinem Computer und auf meinem Handy und in meinen Augen – es blinkt und funkelt so wunderschön das Modem. Es ist wundervoll endlich und endgültig wieder mit der Welt in Kontakt zu stehen. Endgültig, weil ich jetzt in meinem Zuhause bin und hier werde ich, abgesehen vielleicht von technischen Problemen, immer Internet haben.
Ich habe einiges nachzuholen. Mein imaginäres Notizbuch quillt über von Beiträgen, die ich schreiben möchte. Ist also gut möglich, dass ich mich in den nächsten Tagen sehr viel öfter zu Wort melden werde. Es gibt so viel zu berichten und ich möchte ja nichts vergessen oder vorenthalten.
Definitiv kann ich aber sagen, dass ich nun endlich hier angekommen bin. Die Uni läuft seit zwei Wochen, ich habe Orientierung, ich fühle mich wohl, wir haben Gardinen vor den Fenstern (irgendwie ein Zeichen von Eingerichtet-Sein) und nun auch noch Internet – was möchte der Mensch mehr (außer vielleicht Essen, ein Bett, Kühlschrank, fließend Wasser… aber auch das haben wir alles)?
In den letzten zwei Wochen seit meiner Rückkehr hat es sehr oft geregnet. Vor allem abends. Heute Nacht bin ich um drei Uhr hochgeschreckt, weil es unglaublich laut gedonnert hat. „Der Morgen danach“ sieht dann ungefähr so aus, wie auf dem Bild… aber ich sehe schon die ersten Sonnenstrahlen; es kann also noch schön werden. Ändert sich hier alles immer sehr schnell. Ich lebe eben in den Bergen.
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