„Soll ich Ihnen helfen?“ fragte mich heute ein netter Mann, als er mich hilflos mit einem 30 Kilo-Paket am Postschalter stehen sah. „Das wäre zu nett…“ antwortete ich mit dem freundlichsten Lächeln, was mir gerade zur Verfügung stand, und er schleppte das Paket die fünf Meter und hiefte es auf die Waage. Mein Freund war zu dem Zeitpunkt draußen, dass zweite Paket aus dem Auto holen, als ich schon an der Reihe war…
Knapp 60 Kilogramm haben wir heute nach Mexiko verabschiedet. Alles mögliche habe ich auf das Formular CN23 der Zollinhaltserklärung schreiben müssen und bei „Art der Sendung“ einfach Umzug/mudanza vermerkt. In der Hoffnung, dass die Pakete nicht weiter kontrolliert werden. Denn ganz so exakt, habe ich nun auch wieder nicht jedes Detail angegeben. Nicht jeden Stift (ja, ich habe einen Stifte-Tick – von manchen konnte ich mich nicht trennen) und nicht jede Tasse (Souvenire!) habe ich notiert. Nur so grob. Das wird schon. 125 Euro kostet ein Paket… das ist ein kleines aber feines Vermögen, aber immer noch günstiger als eine Spedition, wie wir gelernt haben. Und es wird wohl nicht das letzte Paket sein, dass wir schicken. In acht bis zwölf Werktagen wird es da sein, das heißt, dass wir unsere Sachen einholen und persönlich in Empfang nehmen können.
Das Fahrrad, was wir außerdem nach Mexiko mitnehmen, hat uns einigen Stress bereitet. Allerdings bestand mein Freund darauf, es mitzunehmen („Du deine Stifte, ich mein Fahrrad“ – auch wenn man das eine nicht mit dem anderen vergleichen kann… aber ich hielt lieber meine Klappe). Und nun hier die Zusammenfassung der Erfahrungen: Nach Mexiko kann man nur Kartons mit einer Übergröße von 150 Zentimetern Länge schicken! Der Fahrradkarton, den wir geholt hatten, hat aber eine Länge von 160 Zentimetern. Kleinere gab es bei unserem Fahrradladen nicht. Eine extra Tasche (zusätzlich mindestens 50 Euro) wollten wir nicht kaufen. Daher ist ein Versand bei DHL in diesem Fall nicht möglich gewesen (nur innerhalb Europs kann man Fahrräder sehr einfach verschicken – und günstig!). Die letzte Chance war nun das Flugzeug. Wir fliegen mit British Airways und hier darf der Fahrradkarton eine Maße von 190 Zentimetern Länge haben. Glück gehabt! So nehmen wir es mit zum Flughafen und es wird als extra Gepäckstück behandelt (wie wir mit vier Personen, einem Fahrrad und dem ganzen Gepäck zum Flughafen kommen, ist eine andere Geschichte). Alles also erstmal geregelt… dann kann es ja los gehen!
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